Neurapix

Photo: Lars May
Lars May ist ein Fotograf mit hohem Durchsatz für Familien- und Institutionenfotografie, spezialisiert auf Schulen, Kindergärten und Sportteams. Gemeinsam mit seinem Team hat er ein skalierbares Fotografie-Modell entwickelt, das auf Zugänglichkeit setzt, ohne bei der Qualität Abstriche zu machen. In diesem Interview erzählt Lars, wie er ein Geschäftsmodell ohne Risiko aufgebaut hat, wie KI extreme Effizienz im großen Maßstab ermöglicht und warum das Hinterfragen von Branchennormen neue Chancen eröffnen kann.

Foto: Lars May
Welche Art von Fotografie machst du und wie bist du dahin gekommen, wo du heute stehst?
Mein Team und ich sind auf Familien- und Institutionenfotografie mit hohem Durchsatz spezialisiert, darunter Schulen, Kindergärten, Sportteams und Mini-Familiensessions. Von Anfang an wollten wir professionelle Fotografie für jede Familie zugänglich machen, nicht nur für diejenigen, die sich Vorab-Sitzungsgebühren leisten können.
Gleichzeitig wollten wir unsere Arbeit nicht entwerten. Deshalb haben wir ein Zero-Risk-Modell aufgebaut: keine Sitzungsgebühren, und Kund:innen zahlen nur für die Bilder, die sie wirklich lieben – über einen Proof-Shop.
Dieser Ansatz funktioniert nur, wenn wir effizient fotografieren, gleichbleibende Qualität liefern und echte Vielfalt in einem Umfang anbieten, den die meisten Fotograf:innen für unmöglich halten würden.

Foto: Lars May
Wie habt ihr euren Workflow in den letzten Jahren optimiert?
Wir haben alles rund um ein zentrales Prinzip optimiert: Geschwindigkeit ohne Qualitätsverlust. Unsere Sessions sind kurz und effizient, trotzdem erhalten Kund:innen eine große Auswahl an Bildern. Schüler:innen bekommen rund 20 bearbeitete Fotos, Familien mehr als 60 Bilder und Sportkund:innen bis zu 30 hochwertige Composings pro Athlet:in.
Der Umfang kann enorm sein: bis zu 30 Familiensessions pro Fotograf:in und Tag oder 50 bis 100 Schüler:innen bei einem einzelnen Schulshooting. Ohne Neurapix und den KI-gestützten Workflow wäre das schlicht nicht möglich. Es spart nicht nur Zeit, es ermöglicht unser gesamtes Geschäftsmodell.

Foto: Lars May
Welche allgemeinen Tipps hast du für andere Fotograf:innen?
Finde heraus, wofür du wirklich stehst, und baue dein Business darum auf. Für uns bedeutete das, professionelle Fotografie für jede Familie zugänglich zu machen und gleichzeitig die Qualität hochzuhalten.
Hab keine Angst davor, Branchennormen infrage zu stellen. Viele haben uns gesagt, dass kostenlose Sessions die Fotografie entwerten würden, aber unser Zero-Risk-Modell hat uns ganz neue Kund:innen erschlossen.
Manchmal kann es langfristig zu größerem Erfolg führen, strategisch etwas kostenlos anzubieten. Teste, miss und passe deinen Kurs an, wenn es nötig ist. Verbeiß dich nicht in starre Vorstellungen davon, wie etwas gemacht werden sollte. Wachstum entsteht durch Anpassung und kontinuierliches Lernen.

Foto: Lars May
Neurapix ist ein deutsches Start-up mit Sitz in Göttingen. Das 2021 gegründete Unternehmen hat eine künstliche Intelligenz entwickelt, die individuelle Stile bei der Bildbearbeitung erlernt und innerhalb des Programms Adobe Lightroom anwendet. Dadurch können Fotograf:innen binnen kurzer Zeit sehr große Mengen Fotos in ihrem Stil bearbeiten lassen und erheblich Zeit sparen.
Starte mit 1.000 Freibildern.
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