Neurapix

Photo: Michelle Fiedler
Michelle Fiedler ist internationale Hochzeitsfotografin und der kreative Kopf hinter Weddings and Other Stories. Bekannt dafür, Hochzeiten in ganz Europa und darüber hinaus festzuhalten, hat sie eine Marke aufgebaut, die für Freiheit, Reisen und authentisches Storytelling steht. In diesem Interview erzählt Michelle, wie sie sich international etabliert hat, wie KI ihren Workflow verbessert hat und warum es entscheidend ist, deiner eigenen Vision treu zu bleiben, um die richtigen Kund*innen anzuziehen.

Foto: Michelle Fiedler
Welche Art von Fotografie machst du und wie bist du dahin gekommen, wo du heute stehst?
Ich bin Hochzeitsfotografin und arbeite international, mit Hochzeiten in ganz Europa und darüber hinaus. 2019 habe ich meine Reise gestartet und sehr schnell gemerkt, dass ich Abwechslung in meiner Arbeit und die Freiheit brauche, draußen kreativ zu sein.
Ich habe schon immer das Reisen und Begegnungen mit Menschen aus unterschiedlichen Kulturen geliebt, also habe ich beschlossen, alles, was ich liebe, in einer Karriere zu verbinden. Um mein Portfolio aufzubauen, habe ich unglaublich viel Zeit in die Organisation von Paarshootings investiert – oft unbezahlt –, um Erfahrung zu sammeln und bedeutungsvolle Arbeiten zu schaffen.
Gleichzeitig habe ich Kontakte zu Dienstleister*innen in anderen Ländern aufgebaut und Workshops an Locations besucht, an denen ich immer arbeiten wollte. Schritt für Schritt habe ich eine Marke geschaffen, die klar vermittelt, dass ich Hochzeiten in ganz Europa fotografiere – und genau das tue ich heute.

Foto: Michelle Fiedler
Wie hast du deinen Workflow in den letzten Jahren optimiert?
Als ich angefangen habe, habe ich alles auf einem iPad bearbeitet – heute wirkt das ziemlich verrückt. Damals hat es funktioniert, aber es war in Sachen Speicher und Bearbeitungsmöglichkeiten einfach begrenzt. Mit wachsender Erfahrung bin ich auf ein MacBook Pro umgestiegen und habe zu Lightroom Classic gewechselt, um mehr Kontrolle zu haben.
Ich habe meinen Workflow mit eigenen Shortcuts, Pinseln und sorgfältig verfeinerten Presets aufgebaut. Später hat KI meinen Prozess komplett verändert. Heute starte ich mit einer groben Vorauswahl, danach übernimmt Neurapix die Bearbeitung.
Anschließend prüfe ich jedes Bild für das finale Retouching und kleine Anpassungen. So kann ich effizient arbeiten und trotzdem sehr bewusst gestaltete, hochwertige Bilder liefern.

Foto: Michelle Fiedler
Welche allgemeinen Tipps hast du für andere Fotograf*innen?
Überleg dir genau, was du wirklich willst, und baue eine Marke auf, die das in jedem Detail widerspiegelt. Lern von Fotograf*innen, die dich inspirieren, aber bleib mit deiner eigenen Stimme verbunden.
Social Media kann ein starkes Tool für Wachstum und Networking sein. Gleichzeitig solltest du ständiges Vergleichen vermeiden, weil es deiner Kreativität und deinem Selbstvertrauen schaden kann. Konzentrier dich darauf, etwas Echtes aufzubauen – denn genau das zieht die richtigen Kund*innen an.

Foto: Michelle Fiedler
Neurapix ist ein deutsches Start-up mit Sitz in Göttingen. Das 2021 gegründete Unternehmen hat eine künstliche Intelligenz entwickelt, die individuelle Stile bei der Bildbearbeitung erlernt und innerhalb des Programms Adobe Lightroom anwendet. Dadurch können Fotograf:innen binnen kurzer Zeit sehr große Mengen Fotos in ihrem Stil bearbeiten lassen und erheblich Zeit sparen.
Starte mit 1.000 Freibildern.
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